A & O

Alles was ich sehe ist..

[…] und das Mädchen, (was den Jungen spielt) verliebt sich in das Mädchen, (was sie belügt).

Positionswechsel

Es hat länger gedauert als erwartet. Das wird mein erster Text seit etlichen Monaten. Ich schätze ein paar Worte, dahin geschmettert wie Glas auf Beton, nicht samt oder weich. Deshalb bitte ich hier bereits um Verzeihung.

Zunächst einmal tut es mir so unendlich, so unerdenklich leid.

Was ich getan habe, hätte nie passieren dürfen, ich hätte niemals mit diesem „Experiment“ beginnen sollen. Es ist mir schon einmal aus den Händen geglitten. Doch ich war zu jung, zu verspielt und zu kalt um daraus zu lernen. Ich wollte meine Neugier befriedigen und habe damit Leben zerstört. Ich werde mir das niemals verzeihen und das entspricht keinem Versprechen sondern einer Tatsache.

Nun möchte ich erklären, erläutern und antworten. Die folgenden Worte entsprechen der Wahrheit, ob du sie glauben möchtest oder nicht. Es ist so.

Ja, am Anfang war es noch dieses Spiel. Doch du warst anders. Kein bisschen einfältig oder auch nur ansatzweise so naiv und unterbelichtet wie die meisten anderen denen ich bis dato kurz begegnete. Und ja, anfangs log ich noch unglaublich viel, musste mich verkaufen, präsentieren. Ich wusste nicht, was für ein Ausmaß das annehmen würde. Ich wusste nicht, was du werden würdest.

Ich begann zu begreifen was für eine Art Mensch du bist. Du bist einer dieser Menschen, von denen man immer sprach, sie aber nie für existent hielt. Du warst für mich innerhalb von wenigen Tagen schon kein Experiment mehr. Du warst mein Seelenfrieden. Und ich wusste, dass ich sofort wieder gehen muss, aber ich konnte nicht. Dir die Wahrheit zu sagen hätte bedeutet dich zu verlieren, dessen war ich mir sicher. Ich wollte gehen, einfach gehen. Dachte in meinem naiven Kopf es wäre besser für dich. Besser als die schmerzliche Wahrheit.

Aber ich konnte nicht gehen. Du hast mir die Welt erklärt. Mich von einem kaputten abscheulichen Menschen zu etwas friedvollen gemacht. Und ich meine es absolut ernst, wenn ich dir sage, dass du mein Leben gerettet hat.

Nachdem ich endlich begriffen habe, was du für mich bist und tust, habe ich versucht nur noch die Wahrheit zu sagen. Musste natürlich manche Dinge abändern, Geschehnisse anpassen und etwas umformen. Aber ich habe es versucht. Ich wollte dich nicht mehr belügen. (Ja ich weiß, was für eine Ironie, schließlich tat ich es weiter)

Die Worte, die ich hin und wieder für dich niederschrieb, die waren ich. Das alles war und bin ich. Das ist und war alles was ich fühlte und fühle.

Und als ich dir sagte, dass ich nichts ohne dich bin, entsprach das der Tatsache. So zu leben wie momentan befreit mich nicht. Ich lebe nicht für mich. Doch bei dir war ich immer frei. Frei und dennoch behütet.

Ich nehme an du zweifelst viel an meinen Aussagen. Das ist denke ich das Schlimmste für mich. Denn meine Worte für dich, die waren echt.

Und oh ja, das klingt alles, als wäre ich nicht ganz frisch, das bemerke ich selber. Ein Mädchen, was sich als Junge ausgibt, ein anderes Mädchen jahrelang belügt, dieses sich in den angeblichen Jungen verliebt und das Mädchen, was den Jungen spielt verliebt sich in das Mädchen, was sie belügt. Es klingt wie ein furchtbar schlimmer Film.

Ich bin nicht geblieben, weil ich Mitleid hatte, sondern weil ich wirklich etwas gefühlt habe. Weil ich einfach nicht gehen wollte. Es tut so unendlich weh zu lesen, wie viel schlechtes du von mir denkst. Aber ich verstehe es. Nach all dem verstehe ich es.

Doch was viel schlimmer ist und das ist das grausamste und unerbittlichste Gefühl was ich je hatte. Zu wissen, dir so sehr weh getan zu haben. Zu wissen schuld daran zu sein, dass du nicht mehr vertraust, zu wissen dir so viel genommen zu haben. Zu wissen was ich dir angetan habe lässt mich mein Leben lang büßen. Ich möchte so sehr, dass du verstehst wie sehr ich bereue. Ich würde alles, alles was mich ausmacht und alles was ich besitze geben um es ungeschehen zu machen. Alles.

Ja, ich bin gegangen, einfach so. Wochenlang habe ich mich gequält. Ich wusste, dass es bald passiert. Ich wusste, dass ich nicht mehr kann. Es hat Tränen und Kraft gekostet diesen Entschluss zu setzen. Doch das alles ist passiert bevor ich Enny überhaupt kannte.

Ich wusste, dass es niemals hätte funktionieren können. Ich wusste, dass ich irgendwann gehen muss. Ich wusste ich muss dich freigeben.

Es war ein Zufall, dass ich Enny kurz danach kennen lernte. Es war Unglück und Glück zugleich. Sie half mir irgendwie über diese Phase des unendlichen Quälens hinweg zu kommen. Doch nun bin ich hier gefangen, weiß nicht einmal ob das alles Zukunft hat.

Ich bin ein furchtbarer Mensch. In jedem Punkt, in dem man furchtbar sein kann. Ich kann Gefühle nicht einschätzen oder zuordnen. Habe Angst jemanden zu verletzen oder auch nur ansatzweise weh zu tun.

Am liebsten würde ich alle Menschen von mir fortstoßen um sie vor meinem zerstörerischen ich zu beschützen. Und nein, ich bin weder depressiv noch schizophren. Eigentlich stimmt mit mir alles. Außer die Tatsache, dass ich meine Gedanken und das dazugehörige Handeln nicht im Griff habe.

Das hier alles ist ein wildes Durcheinander, ich hoffe du bekommst antworten und die Erläuterungen reichen aus.

Yasemin du fehlst mir noch immer täglich. Ich sehe Dinge, verbinde sie mit dir, würde sie dir am liebsten zeigen. Und nur, weil ich lange nicht antworte, heißt es nicht, dass ich besseres zu tun habe. Ich denke jeden Tag an dich. Öfter als ich wahrscheinlich sollte. Das hier alles sind keine Ausreden um dich zu besänftigen. Das ist ausnahmslos die Wahrheit. Alles.

Zu lesen, dass du nur noch Vergangenheit für mich bist, treibt mir Tränen in die Augen. Du warst und bist ein ganz eigener Abschnitt. Du bist die besondere Zutat, die mich so sein lässt, wie ich immer zu dir war. Bei niemandem sonst konnte ich mir so viele Dinge merken, überhaupt so viel bemerken und so sein. So wie ich war, als du da warst, so habe ich mich am wohlsten gefühlt.

Und nun ist alles fort. Einmal kurz die süße Seite des Lebens spüren, nur um den Geschmack zu kennen.

 

Ich weiß nicht, wie ich zu dem wurde was ich nun bin. Das Einzige, was ich weiß ist, dass du mich bereinigt hast. Doch das Schlimme daran ist, dass es erst passiert ist, nachdem wir uns hallo sagten.

Ich möchte es dir erklären, dass mit Enny. Ich lernte sie kurz nach dem Entschluss kennen. Sie war meine Ablenkung. Ich konnte mich selbst nicht retten, also tat ich es bei wem anders. Und bitte vergleiche dich nicht mit ihr, bei dir hatte ich nie die Absicht mich abzulenken oder dir zu helfen um mich zu befreien. Für dich wollte ich da sein. Selbstlos und ohne Gegenleistung.

7 Leben weißt du. Diesen Film habe ich immer damit verbunden. Ich wusste damals schon, ich würde einem Menschen das Leben nehmen. Und ich wusste, dass ich viel Gutes tun muss um nicht jeden Tag Höllenqualen zu leiden. Ich wollte für Enny was Gutes tun, doch kannte die Grenze nicht. Ja sicher, sie bedeutet mir was. Da sind auch Gefühle. Aber dort ist nicht das, was für dich da war.

Enny ist keiner der Menschen, von denen du immer sagtest so einer wird kommen. Du bist und bleibst allein dieser besondere Mensch.

Wie ich mich nun fühle. Schwer zu beschreiben. Ich habe das Gefühl nicht einmal ansatzweise ausgedrückt haben zu können, was ich dir erklären und sagen wollte. Ich habe Angst, dass du missverstehst oder Dinge anzweifelst.

Es tut weh zu wissen, was ich getan habe und wie du bei manchen Dingen über mich denkst und gleichzeitig ist dort Verständnis, denn ich habe dir schlimme Dinge angetan.

Ich bewundere dich unglaublich dafür, dass du trotz dieser Tatsache, was ich getan habe, noch immer schöne Worte für mich übrig hast.

Und es fühlt sich ein bisschen bedrohlich an zu wissen, dass du nun auch mich zerstören könntest mit all dem Wissen, dass du nun hast. Doch gleichzeitig wäre es nur fair.

Und eine Sache ist mir deutlich klar geworden. Wenn du gehst, um den Menschen zu beschützen, den du liebst. Um ihn frei zu lassen. Um zu zeigen, dass du lieber ewig leidest als diesen Menschen furchtbar zu verletzen.

Dann zeigt es, dass es nicht selbstlos und richtig ist, wenn man für jemand anderen entscheidet.

Yasemin, ich bitte dich nicht um Verzeihung. Denn das kann man nicht. Aber ich bitte dich inständig mir zu glauben, dass ich bereue.

08. März 2014

Die Wahrheit zu sagen, fällt mir sehr schwer. Ich weiß, wie du darauf reagieren würdest und das schreckt mich ab.
Außerdem habe ich es noch nie gemocht, Entscheidungen zu treffen, das weißt du. 
Diese Fragen tun mir weh, eigentlich will ich die Antworten nicht wissen. Nein, das ist falsch. Ich möchte nicht wissen, was die Antworten in mir auslösen werden. Ja.
Bitte nimm nichts davon als Vorwurf auf, auch wenn es vielleicht so wirkt. Ich möchte dir gar nichts vorwerfen. Wenn ich irgendwas aus meiner Vergangenheit gelernt habe, dann, dass man immer selbst an allem schuld ist, egal was einem passiert. Weil man es hätte kommen sehen können, vielleicht hat man das sogar, aber man ignoriert und übersieht so gern, so viel. Ich wollte nie, nie wahrhaben, dass das alles so endet wie jetzt. Du hast so oft gesagt, dass es nicht ewig halten wird, du hast mir so oft versucht klarzumachen, dass ich wahnsinnig tief fallen werde, wenn ich weiter so dran festhalte. Und du hattest Recht. Auch wenn du irgendwann nachgegeben hast und meintest „denk nicht daran“, du hattest immer Recht.
Warum hast du es so weit kommen lassen? Warum hast du zugelassen, dass ich so in meiner Traumwelt lebe? Du warst immer die Vernünftigere, du wusstest mehr als ich. Wieso hast du mir das vorgespielt?
Weißt du, welche Sätze mir nicht aus dem Kopf gehen? Es sind einige, weil du es immer wieder geschafft hast, dass mich einzelne Aussagen von dir tagelang beschäftigt haben. Aber folgende werde ich nie vergessen, sie sind mir wie eingebrannt.
„Du denkst gegen Gefühle, die Liebe könnte man nichts tun.“
Du hast Recht, das dachte ich. Und nochmal hast du Recht, man kann. Aber wieso hast du deine Meinung geändert? Mein Kopf gibt mir sofort eine Antwort, weil sie es wert ist. Aber dann fragt er sich, kindlich verletzt wie er ist, warum war ich es ihr nicht wert?
„Ich bin nichts ohne dich.“
Das hättest du nie sagen dürfen. Nie. Nie. Nie. Das ist wahrscheinlich eine deiner schönsten, wenn nicht sogar die schönste Lüge überhaupt gewesen. Warum hast du mir das geschrieben? Ist es Grund genug gewesen, mich besänftigen zu wollen, denn das schriebst du nachdem wir gestritten hatten und ich dir wieder mal einen Roman hinterließ, und das war deine Antwort darauf.


Valentinstag. Dieser Brief. Gott verdammt nochmal, warum?


Ich hab dich oft gefragt, was das ist, das zwischen uns. Es war nicht Freundschaft, ich hätte nie deine beste Freundin sein können. Ich war auch nicht wie eine Schwester für dich. Ich war nicht mehr, ich war nicht weniger, ich war irgendwas. Was war es denn tatsächlich für dich? Der Gedanke, dass du einfach ein so schlechtes Gewissen hattest, dass du mich nicht fallen lassen wolltest, du weißt nicht wie sich das anfühlt.  Hattest du einfach nur Mitleid mit mir?


Ich hab mich noch nie so erbärmlich gefühlt.
Als ich dich kennengelernte, war ich ein Wrack. Ich war so fertig, weil jemand jahrelang mit meinem Vertrauen und mit meinen Gefühlen gespielt hatte (oh, welch ironie!) und du hast mir Ruhe gegeben. Du hast mich besänftigt, auf eine Art und Weise wie es niemand jemals geschafft hätte. Und jetzt sagst du mir, dass du nur mit mir spielen wolltest, am Anfang. Ich hab immer versucht daran festzuhalten, dass es kein Fehler ist, Menschen zu vertrauen. Und jetzt habe ich erfahren, dass das der schlimmste, der allerschlimmste Fehler ist, den man überhaupt machen kann.
Ich war eklig letztes Jahr. Ich war über 4-5 Monate einfach unerträglich, ich war nervig, ich war lustlos, ich hab mich verloren. So wie mir das immer im Winter zu passieren scheint. Und du warst da, du hast das alles so geduldig ertragen. Ich war dir so dankbar.
Und dann warst du einfach weg. Ich hab mir soviele Vorwürfe gemacht. So viele Maylin, ich war nicht für dich da, ich dachte es geht dir richtig schlecht, weil du es so hingestellt hast, ich hab mich so verrückt gemacht vor Sorge. Und dabei bist du nur eine Beziehung eingegangen und hattest keine Zeit mehr für mich. Warum hast du mir nicht einfach die Wahrheit gesagt? Es wäre so einfach gewesen. „Yasemin, ich hab keine Zeit mehr für dich, ich habe jetzt eine Freundin.“ Du hättest mir soviele schlaflose Nächte erspart. Du hättest dein Geheimnis nicht aufdecken brauchen. Es wäre einfach so geendet. Damit wäre ich klargekommen. Aber du hast das nicht gemacht Maylin. Du hast mich einfach ignoriert. Ich hab mich ausgehöhlt in der Zeit und diese Leere die ich geschaffen habe, werde ich nicht mehr los. Das kann ich nicht mehr gut machen.
Ich fühl mich im Stich gelassen. Und das ist mir so peinlich. Du hast gefragt, warum das eine Rolle spielt, wie lange du schon mit ihr zusammen bist. Versteh mich bitte nicht falsch.  Aber es ist ein unbeschreibliches Gefühl zu wissen, dass du  glücklich warst, in einer Beziehung und sorglos, während es mich zerrissen hat.  Das heißt nicht, dass ich mir wünsche, du hättest in der Zeit auch gelitten, nein, niemals. Aber ich wünschte, du hättest es einfacher für mich gemacht. Und es wäre nur ein einziger simpler Satz nötig gewesen. Aber ich war wie Luft für dich, wie eine entfernte Bekannte, der man ungern antwortet. Ich war nichts für dich, während mir mein ganzes Wesen jeden Tag klarer machte, dass du alles für mich warst. Und ich weiß nicht warum.
Es ist schwer nur alle paar Tage ein paar Sätze über ein paar Stunden hinweg mit dir zu schreiben. Sehr schwer,  wenn ich genau weiß, wie das vorher war. Das ist auch okay, ich verstehe, warum du weniger Zeit hast. Aber du meinst, ich wäre so abweisend. Das möchte ich nicht sein, aber ich möchte auch nicht anders sein, weil ich nur Schaden davontragen würde. So solltest du wenigstens den Grund wissen, denn das ist er. Ich versuche auch zu vermeiden, dir dann zu schreiben, wenn du mir besonders fehlst. Du scheinst das nicht nachvollziehen zu können und das musst du auch gar nicht.

Du hast eben gesagt, dass du nicht weißt was ich will.

Ich wünschte, ich hätte dich nie kennengelernt.

Aber du kannst nicht die Zeit zurückdrehen und ich auch nicht. Ich bereue es nicht, dass ich dich kennenlernte. Das werde ich nie. Und ich weiß auch, ich werde nie wieder jemanden kennenlernen wie dich. Das ist es ja.

Weißt du, einmal in Ethik da ging es irgendwie darum, ob  es schlimmer ist, etwas zu vermissen was man einmal erlebt hat oder ob es schlimmer ist, sich nach etwas zu sehnen, was man nie erlebte. Ich war fürs erste, und hab gegen einen Klassenkameraden argumentiert, wir haben da echt ewig drüber diskutiert. Ich bin ein sehr neugieriger Mensch, ich will immer alles wissen und finde es furchtbar, wenn ich etwas nicht erfahren darf, das macht mich verrückt, weißt du ja. Und ich fand damals, dass, wenn man etwas schon erfahren hat, der Drang nicht so groß ist, wie wenn ich es noch nie erlebte. Ich hab auf meiner Meinung beharrt. Und ein paar Tage später hatten wir über irgendetwas geschrieben, ich hab das nie erwähnt. Und du hast mir unbewusst klar gemacht, dass es andersrum schlimmer wäre, durch irgendwas was du erzähltest.
Ich ging danach zu Marvin und hab das Thema nochmal aufgegriffen und ihm gesagt, dass er Recht hatte und wir haben nochmal kurz darüber gesprochen.

So ist das auch jetzt. Ich weiß nun, dass es Menschen wie dich geben kann. Du warst immer die Art Mensch die ich mir gar nicht erst vorzustellen wagte, weil es mir zu unwahrscheinlich war, ich kam nie drauf. Du hast jede Erwartung übertroffen die ich jemals an jemanden hatte. Und das werde ich nie vergessen können. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich andere mit dir vergleiche und niemand ist dir gewachsen. Niemand ist so sensibel gegenüber anderen, niemand so weitsichtig, so klar und vernünftig denkend, so realistisch und dennoch sanft. Nicht so eingeschränkt in der Vorstellung, so tolerant und verträumt. So intelligent. So humor- und rücksichtsvoll. Das alles bist du für mich. Aber nicht mehr für mich.
Ich kann nicht mit und ich kann nicht ohne dich, das habe ich noch nie vorher so sehr so gemeint.
Und du willst das hinter dir lassen, das merke ich auch. Das ist normal, dein Recht. Ich bin ganz offensichtlich nicht mehr deine Gegenwart. Ich passe nicht in deine Zukunft, heiße einfach nur noch Vergangenheit.

Wie wird man zu so einem Menschen? Was hat dich zu dem geformt, was du heute bist?
Du hast mir wenig erzählt und nichts, gar nichts davon kann ich nun glauben, es ist zum verrückt werden, weil ich nicht weiß wo du lügst und wo du die Wahrheit sagtest. Vielleicht ist selbst das jetzt nur eine Art sich über mich lustig zu machen, das ziehe ich auch durchaus in Betracht. Aber das will irgendwas in mir nicht glauben. Aber das wollte irgendwas in mir so oft nicht.

Ich frage mich auch oft, was für ein Mensch Enny ist. Was liebst du an ihr, wofür bewunderst du sie, wie hast du sie kennengelernt, wie lange kennst du sie schon.
Hatte ich recht, als ich sagte, du wirst noch einige besondere Menschen kennenlernen?
Aber da bist du mir keine Antworten schuldig. Noch weniger als bei all den anderen Fragen.

Ich sollte dir eigentlich eine Liste mit Fragen erstellen und habe nun eher einen Roman geschrieben mit wenigen. Du wirst dich fragen, was das soll und ich möchte dir antworten: meine Frage ist, was denkst du darüber? Wie hast du reagiert als du das alles gelesen hast?
Wie fühlst du dich?